Revision Ortsplanung

Gemeinden überarbeiten ihre Ortsplanung regelmässig. In Beromünster wird die Revision in zwei Etappen aufgeteilt. Der Gemeinderat Beromünster schlägt vor, in einem ersten Schritt das Gebiet Bifang ein- und umzuzonen. Die Zonenplanrevision soll ein neues Pflegewohnheim und den Bau von betreuten Wohnungen an diesem Standort ermöglichen. Während der öffentlichen Auflage sind sechs Einsprachen eingegangen. Zurzeit laufen die Einspracheverhandlungen. Über die weiteren Punkte der Ortsplanungsrevision wird die Bevölkerung voraussichtlich im Sommer/Herbst 2022 befinden können.

Die Erstauflage der Ortsplanungsrevision hat die Bevölkerung 2020 nach sechsjähriger Planung an der Urne abgelehnt. Mehr Infos zum abgeschlossenen Prozess finden Sie hier

Das Wichtigste in Kürze

Zonenplanrevision Bifang: Sechs Einsprachen eingegangen

Der Gemeinderat Beromünster schlägt vor, das Gebiet Bifang ein- und umzuzonen. Die Zonenplanrevision soll ein neues Pflegewohnheim und den Bau von betreuten Wohnungen an diesem Standort ermöglichen. Die Planunterlagen sind vom 7. Juni bis 6. Juli 2021 öffentlich aufgelegen. Es sind fristgerecht sechs Einsprachen eingegangen. Zurzeit finden die Einspracheverhandlungen statt.

Der Gemeinderat Beromünster hat Ende 2020 entschieden, die Neuauflage der Ortsplanungsrevision zu etappieren. In einem ersten Schritt soll über die Einzonung des Gebiets Bifang für den Neubau des Pflegewohnheims (inkl. Mischzone mit betreuten Wohnungen und ergänzenden Dienstleistungen im Bereich Gesundheit) abgestimmt werden. Über die weiteren Punkte der Ortsplanungsrevision wird die Bevölkerung von Beromünster voraussichtlich 2022 befinden  können. «Das schrittweise Vorgehen entspricht dem Wunsch der Bevölkerung sowie der Empfehlung der rund dreissigköpfigen Begleitgruppe Ortsplanung», betont Gemeindepräsident Hans-Peter Arnold.

Handlungsbedarf beim Bärgmättli unbestritten
Das Pflegewohnheim Bärgmättli wurde vor fast 50 Jahren als Wohnheim gebaut und wird heute als Pflegewohnheim genutzt. Die Räume und ihre Einteilung entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Anlieferung und Eingang befinden sich am selben Ort. Es fehlen Räumen für den privaten Austausch der Bewohnerinnen und Bewohner. Lange Wege machen die betrieblichen Abläufe ineffizient. Für die 48 Zimmer im ersten und zweiten Stock stehen vier Gemeinschaftsduschen zur Verfügung. Bei einem Zimmerwechsel müssen die Pflegbetten demontiert werden, weil die Zimmertüren zu schmal sind für die Betten. Ein Grossteil der Zimmer ist zu klein, um darin mit einem Rollstuhl zu wenden. Büroräume für Mitarbeitende, Lüftungen und befahrbare Lager sind nicht vorhanden.

Neubau ist Sanierung eindeutig vorzuziehen
Die Sanierung des Bärgmättlis samt Erweiterungsbau wurde im Rahmen einer Machbarkeitsstudie geprüft. Das Raumkonzept ist nur bedingt anpassbar. Ein Grossteil der Zimmer kann nicht verändert werden, weil die Wände tragend sind. Die geringen Geschosshöhen im ersten und zweiten Stock verunmöglichen den Einbau von Nasszellen und Lüftungen. Eine Sanierung hätte gegenüber einem Neubau ein schlechtes Kosten-Nutzen-Verhältnis. Zudem müssten die Bewohnerinnen und Bewohner während der rund zweijährigen Sanierungszeit in ein teures Provisorium ausweichen – ein Neubau könnte direkt bezogen werden. «Insgesamt überwiegen die Vorteile eines Neubaus deutlich,» so Hans-Peter Arnold.

Standort Bifang bietet viele Vorteile
Als Standort für den Neubau des Pflegewohnheims überzeugt das Gebiet Bifang durch verschiedene Vorteile. Der Standort ist zentral gelegen, gut erschlossen und erreichbar. Für pflegebedürftige Menschen ist es besonders wichtig, trotz ihrer Einschränkungen am Leben teilhaben zu können. Der Standort Bifang bei Geschäften, Restaurants und  Busbahnhof ermöglicht dies. Neben dem Pflegewohnheim ist im Bifang ein zusätzliches Gebäude mit betreuten Wohnungen, Hausärzten, Zahnärzten, Spitex und weiteren Dienstleistungsangeboten vorgesehen. So soll im Bifang dereinst ein Kompetenzzentrum Gesundheit und Pflege entstehen. Zudem ermöglicht die Standortverlegung des Bärgmättlis eine optimale Linienführung für die geplante Umfahrungsstrasse. Der Kanton bietet an, die Parzelle Bärgmättli für die Umfahrungsstrasse zu kaufen.

Einzonungen müssen kompensiert werden
Beromünster ist gemäss übergeordnetem Raumplanungsrecht eine sogenannte «Kompensationsgemeinde». Das bedeutet, dass Wohn- und Mischzonen nur eingezont werden dürfen, wenn sie durch mindestens gleich grosse Auszonungen kompensiert werden. Vorliegend kann die geplante Mischzone im Bifang für die betreuten Wohnungen (und ergänzenden Dienstleistungen) mit der Auszonung von drei Grundstücken im Ortsteil Schwarzenbach kompensiert werden. Gemeindepräsident Hans-Peter Arnold freut sich über diese gute Lösung: «Die Gemeinde Beromünster ist mit den betroffenen Grundeigentümern in Schwarzenbach handelseinig. Wir konnten mit ihnen verbindliche  Vereinbarungen abschliessen.»

Visualisierung Neubau Pflegewohnheim, archetage ag, Baar

Unterlagen für die öffentliche Auflage Bifang

Informationsveranstaltungen und Sprechstunden

Am 8. und 10. Juni 2021 haben zwei sehr gut besuchte öffentliche Informationsveranstaltungen stattgefunden. Der Gemeinderat und der Kanton haben gemeinsam über die Teilrevision des Zonenplans und das Projekt Umfahrungsstrasse informiert. Zudem hat die Pflegewohnheim Bärgmättli AG Fakten zum geplanten Pflegheimneubaus geliefert und Fragen beantwortet.

Für individuelle Fragen hat der Gemeinderat am 16. Juni (den ganzen Tag) Sprechstunden angeboten.

Ausstellung Ortsmodell

Das Ortsmodell 1:500, in dem auch das Projekt für die Umfahrungsstrasse dargestellt ist, ist im Foyer des Stiftstheaters ausgestellt. Das Modell ist jederzeit durch das Fenster einsehbar. Am 12. und 19. Juni 2021 hat die Gemeinde Beromünster zudem begleitete Besichtigungen für Interessierte angeboten.

Nachanalyse Abstimmungsergebnis 2020

Nachanalyse weist den Weg für neue Ortsplanungsrevision

Die Ortsplanungsrevision in Beromünster ist im Mai 2020 hauptsächlich an ihrer Komplexität und an ihrer Verknüpfung mit mehreren Teilprojekten gescheitert. Die Vorlage hat die Stimmbevölkerung insgesamt stark verunsichert. Eine Mehrheit findet, dass die Behörden zu wenig informiert hätten. Bei der Neuauflage der Ortsplanungsrevision wünschen sich die Stimmberechtigten, einzeln über die Teilprojekte abzustimmen. Erst an zweiter Stelle wünschen sie Anpassungen am Inhalt. Zu diesem Schluss kommt die repräsentative Nachanalyse von gfs.bern.

Medienmitteilung Gemeinderat Beromünster vom 22.10.2020

Schlussbericht Nachanalyse Ortsplanung von gfs.bern

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