06.01.2026
Dieser lebendige Brauch verbindet Schule, Kirche und Bevölkerung seit 20 Jahren. So war es auch in diesem Jahr, am Dreikönigstag soweit: Rund 140 Kinder der 3.- 6. Klasse der Primarschule Beromünster machten sich bei klirrender Kälte, nach dem feierlichen Aussendungsgottesdienst in der Kirche, auf den Weg, um den Segen in die Häuser zu bringen.
In vier Gruppen zogen die Sternsinger durch die Quartiere, sangen Lieder, sprachen Segensworte und berührten und erwärmten viele Herzen der teilweise zahlreichen Zuhörer und Zuhörerinnen. Drei Kinder jeder Klasse schlüpften in die Rolle der Heiligen Drei Könige – mit goldenen Kronen, prächtigen Mänteln und einem kleinen Sprüchlein, welches Hoffnung, Freude und Friede verbreiten sollte. Möge dieser Gedanke auch die mächtigen dieser Welt erreichen.
„Es ist jedes Jahr ein bewegender Moment, wenn die Kinder in der Dunkelheit mit ihren Liedern die Menschen bereichern“, erzählt eine Lehrperson, „nicht immer fehlerfrei, aber von Herzen“. Und tatsächlich: Ob in der Stiftskirche, im Pflegewohnheim Bärgmättli oder vor den Haustüren, überall strahlten Gesichter, als die Sternsinger ankamen. Die Kälte machte vor allem den Instrumentalisten zu schaffen, so war es fast nicht möglich die Gitarrensaiten in dieser Kälte zu stimmen, geschweige dann mit den frierenden Fingern die Akkorde zu drücken. Auch die Bläser kämpften mit einfrierenden Ventilen. Doch gemeinsam meisterte man auch diese Hindernisse und so erlebten die Kinder und ZuhörerInnen einen gemeinsamen und erlebnisreichen Abend.
Dieser alte kirchliche Brauch lebt in Beromünster dank der Primarschule und der Pfarrei Michelsamt weiter. Seit zwanzig Jahren übernehmen die Schülerinnen und Schüler selbst mit ihren Lehrpersonen einen wesentlichen Teil der Organisation und Durchführung. Unterstützt werden sie von vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern: Mütter, die die Sternsinger ankündigen, musikalische Begleitungen, Familien, die mit einem warmen Teestopp für eine willkommene Pause sorgen, und der Pfarreirat, der nach getaner Arbeit alle mit feinen Spaghetti im Pfarreiheim verwöhnt.
Der Erlös wird auf der einen Seite für einen guten Zweck gespendet, die andere Hälfte geht an die Klassenkassen der Primarschule – eine schöne Anerkennung für den Einsatz der Kinder, der wiederum in ein tolles Erlebnis, sei es ein Ausflug, das Klassenlager oder sonst etwas Spezielles umgewandelt wird.
Das Sternsingen ist mehr als ein Brauch: Es ist ein Zeichen der Gemeinschaft, des Glaubens und der Hoffnung. Und es zeigt, wie viel Wärme entstehen kann, wenn Schule, Kirche und Bevölkerung zusammenwirken und dies über die verschiedenen Konfessionen hinweg.
Text und Bilder: Guido Paffrath
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