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Gemeinde Beromünster
Fläcke 1
6215 Beromünster
Tel. 041 932 14 14
Fax 041 932 14 19
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Öffnungszeiten
08.00 – 12.00 Uhr
13.30 – 17.00 Uhr


Kirche und Kapellen

Pfarrkirche St. Stephan

 

 

 


Die älteste Kirche, die bisher im Kanton Luzern gefunden wurde, stand am Platz der heutigen Pfarrkirche. Sie stammte aus dem 8. Jahrhundert und war aus Holz gebaut. Im 9. oder 10. Jahrhundert wurde an ihrer Stelle ein Steinbau errichtet, der im 12. Jahrhundert durch eine neue Steinkirche ersetzt wurde.
Im Jahre 1469 wurde ein vergrösserter Neubau errichtet. Von 1623 bis 1626 wurde die fünfte Kirche erbaut mit dem noch heute vorhandenen Grundriss. Der Turm wurde von der Vorgängerkirche übernommen, 1696 erhöht und durch den heutigen Kuppelbau abgeschlossen. In den Jahren 1757/58, 1874, 1903 bis 1906 sowie 1984/85 wurde die Kirche umfassend renoviert.
Im Innern gelten die Glasmalereien von Heinrich Tschupp von Sursee aus dem Jahre 1625 als äusserst wertvoll. Sie zeigen Stationen aus dem Leben und Wirken des Kirchenpatrons.
Auf der linken Seite befindet sich die Klementiakapelle. Sie ist das älteste barocke Glied der Kriche. Die beiden Seitenaltäre mit den Statuen der Heiligen Elisabeth und Barbara respektive Heinrich und Wendelin entstanden 1757. Die Bilder sind neueren Datums und stammen von Troxler.
Das Hochaltarbild wurde 1841 von Johann Bucher aus Gunzwil geschaffen. Beachtenswert auf dem Hochaltar ist der barocke Tabernakel, der restauriert und mit wertvollen Statuen aus der entsprechenden Zeit bereichert wurde.
Die Kanzel ist ein Meisterstück der Renaissance und ist mit kostbaren Intarsien aus Elfenbein geschmückt. Sie stammt unverändert aus der Bauzeit der Kriche.
An den Wänden des Kirchenschiffes hängen wertvolle Bilder eines barocken Kreuzweges. Sie sind eine Leihgabe der Kirchgemeinde Escholzmatt.


Reglement Pfarrkirchen-Benützung für Konzerte

Mit der Teilrenovation der Pfarrkirche im Jahre 2006, hat während der Bauzeit ein obligatorischer Besuch der kantonalen Gebäudeversicherung (GVL) stattgefunden. Aus Anlass dieses Besuches erliess die Gebäudeversicherung klare Weisungen und Anordnungen, die der Kirchenrat bei der Benützung der Pfarrkirche mit grossen Personenbelegungen ab sofort anpassen, anordnen und durchsetzen muss.

Der Kirchenrat sah sich in der Pflicht, gegenüber den Bürgerinnen und Bürger der Kirchgemeinde St. Stephan, und veranlasste diverse Massnahmen und Anpassungsarbeiten in der Pfarrkirche. Es sind dies: Markierung der Fluchtwege, Anschaffung zusätzlicher Feuerlöscher, Installation einer stationären Notbeleuchtung bei den Ausgängen. Ebenfalls zu diesen Massnahmen gehörte auch das Erarbeiten und Erstellen eines neuen Benützungsreglementes für die Parrkirche, das nun vorliegt. Der Kirchenrat hat das Reglement an der Sitzung vom 25. April 2008 genehmigt und verabschiedet.
 

Kirchenrat St. Stephan Beromünster
 

Das Benützungsreglement und Gesuchsformular kann hier heruntergeladen werden, oder auf dem Pfarreisekretariat unter der Telefonnummer 041 930 15 41 oder per E-Mail bestellt werden.
  

  (1.64 KB) Benützungsreglement Pfarrkirche St. Stephan
   (31.02 KB) Gesuchsformular


 

Kapellen

Auf dem Kirchgemeindegebiet St. Stephan stehen 6 schöne Kapellen. Die meisten von Ihnen gehören entweder der Kapellenstiftung Beromünster, der Kapellenstiftung Gunzwil oder den Bewohnern des betreffenden Weilers. Nur gerade die St. Wendelinskapelle ist im Besitz der Kirchgemeinde und wird von der Familie Koller in Witwil gepflegt. Folgende gekürzte Texte stammen aus  "Heimatkunde des Michelsamt Nr. 10".

 

Mooskapelle

Das Mooskäppeli steht am nördlichen Rande des Bürgermooses. Es war ursprünglich dem Bauernpatron Antonius geweiht und wird erstmals 1613 als "Caplin bey St. Antonien in der Spitalgassen" erwähnt. 1662/54 erfolgte ein Neubau und 1660-62 wurde die Kapelle vergrössert und neu der Heiligen Familie geweiht. Knapp 30 Jahre später wurde das Schiff nochmals verlängert und  in den Jahren 1758/59 kam noch der Sakristeianbau hinzu. 1995 wurde die Kapelle umfassend renoviert.



    

Mariahilf-Kapelle

Die Kapelle beim alten Schützenhaus markierte wie die Mooskapelle die Grenze des pröpstlichen Bussenkreises. Hier verrichteten die zum Tode Verurteilten ihre letzten Gebete und legten die Beichte ab. Die Kapelle wurde 1677 gebaut. Der Barockaltar ist von einer Reihe von Heiligenfiguren bevölkert, welche die Maria-Hilf-Statue in der Mitte umrahmen.



Leiden-Christi-Kapelle im Bühl

Laut mündlicher Überlieferung geht der Bau der Kapelle auf ein Gelöbnis anlässlich einer Seuche zurück. Sie wurde 1840 erbaut und am 23. September 1988 nach einer gründlichen Renovation durch Herrn Pfarrer Anton Stutz neu eingeweiht. 2003 erfuhr Sie erneut eine Aussenrenovation.
Die Kapelle enthält einen Altar aus dem 19. Jahrhundert, der die Krönung Marias mit den Gestalten von Gottvater und Christus zeigt. Die Predella enthält in einer Nische hinter Glas eine der kunstgeschichtlichen Kostbarkeiten des Kantons, einen gotischen Heiliggrab-Christus, der aus der Mitte des 14. Jahrhunderts stammt.



St. Theobaldskapelle im Schlössli

Die jetzige Kapelle wurde im Jahre 1581 erbaut. Doch wird sie schon im alten St. Michaels-Twing von Münster erwähnt. Neben der religiösen Erbauung hatte diese Kapelle wohl keinen anderen Zweck, als dass sie eine Markierung des ehemaligen Bussenkreises war. Die heutige Form der Kapelle stammt aus dem Jahr 1868.
Wegen der Verlegung der Strasse musste man sie 1906 westwärts verschieben. 1985 wurde sie von der Gemeinde Gunzwil renoviert. Ein Gemälde aus dem Jahre 1581 stellt Christus am Kreuze dar mit Maria und Johannes zu beiden Seiten, denen sich auf der linken Seite noch der heilige Erzengel Micheal und auf der rechten Seite der heilige Theobald mit dem Abtsstab zugesellen.



Kapelle St. Maria in Huoben

Über die Entstehungsgeschichte dieser prächtigen Kapelle tappen wir heute noch völlig im Dunkeln. Sie wurde 1942, 1953 und 2003 renoviert. Auf dem Scheinaltar stehen zwei gotische Halbfiguren aus Holz, der heilige Gallus und der heilige Nikolaus. Zwischen diesen beiden Figuren befindet sich die Statue der gekrönten Gottesmutter. Auf dem Arm trägt sie das Jesuskind, das in der Hand eine Weltkugel hält. An den Sonntagen im Sommer beten die Bewohner von Huoben hier den Rosenkranz.



Wendelinskapelle in Witwil

Sie ist um das Jahr 1662 vermutlich von der Familie Willimann errichtet worden und steht auf einer Anhöhe mit freiem Blick ins Wynental. Zur Kapelle gehört ein kleines Wäldchen. Bei jeder Renovation wird das Gehölz gerodet, um die Unkosten zu decken, so geschehen in den Jahren 1887, 1934 und 1968. Sie wird heute von der Familie Franz Koller-Brunner betreut.
Die Kapelle enthält eine fast lebensgrosse Holzfigur des heiligen Wendelin als Hirte mit dem Schaufelstab und zwei Schäfchen sowie vier barocke Figuren der Kirchenlehrer St. Augustinus, St. Ambrosius, St. Laurentius und St. Stephan. Im Sommer wird am Sonntagabend von den Anwohnern vor der Kapelle der Rosenkranz gebetet. Am Sonntag nach dem Fest des heiligen Wendelin wird nachmittags ein Erntedank abgehalten. Am Auffahrtsumritt ist hier die letzte Station, an der das Evangelium von der Brotvermehrung gelesen wird.